ESERO Austria (Vortragende: Mag. Bettina Anderl)
ESERO Austria unterstützt Lehrkräfte dabei, Weltraum- und MINT-Themen spannend in den Unterricht einzubinden. Dazu werden Fortbildungen, vielfältige Unterrichtsmaterialien und mobile Angebote wie das Pop-up-Planetarium bereitgestellt. Schulen können an ESA-Projekten wie Mission X, Climate Detectives, Astro Pi, Moon Camp oder CanSat teilnehmen und eigene Experimente durchführen. Zudem informiert ESERO über Wege in Forschung, Industrie und Ausbildung und vernetzt Lehrkräfte mit europäischen Expertinnen und Ressourcen. Ziel ist es, Interesse an Raumfahrt und Wissenschaft zu fördern und Schulen umfassend zu unterstützen.
eEducation Austria (Vortragender: Mag. Andreas Riepel)
Digitale Schulentwicklung gelingt besser, wenn klare Strukturen und passende Unterstützung vorhanden sind. Das eEducation-Netzwerk bietet dafür Fortbildungen, OER-Materialien, Tools, Beratung, Vernetzung und Zertifizierungen. Eine zentrale Rolle spielt der digi.konzept-Assistent, der Schulen bei der Analyse ihres digitalen Ist-Standes und der Planung weiterer Schritte unterstützt. Ergänzend werden Modelle wie TPACK und SAMR, digitale Lernplattformen und die eEducation-Qualitätsmatrix genutzt.
FH Joanneum (Vortragender: Mag. Dr. Paul Hofmann)
Angesichts sinkender Arbeitskräftezahlen, steigender Kosten und alternder Anlagen benötigen Industrieunternehmen neue Formen der Wertschöpfung. KI, Machine Learning und serviceorientierte Modelle wie „pay per use“ bieten dafür Ansatzpunkte. Durch Sensorik, Datenanalyse, Predictive Maintenance und Prozessoptimierung entstehen neue Geschäftsmodelle, die Ausfallzeiten reduzieren und den Kundennutzen in den Mittelpunkt stellen. KI wird dabei zu einer Schlüsseltechnologie, die Design, Betrieb und Service verbindet und Unternehmen effizienter und widerstandsfähiger macht.
Montanuniversität Leoben (Vortragender: Mag. Michael Lukas/Mag. Harald Ertl)
Der Vortrag „Physics of Star Trek“ untersucht die physikalischen Konzepte hinter den Technologien und Phänomenen aus der bekannten Science-Fiction-Serie. Im Fokus stehen Themen wie der Warp-Antrieb, die Struktur des Raum-Zeit-Kontinuums und exotische Materie. Dabei werden die in Star Trek dargestellten wissenschaftlichen Ideen mit realen physikalischen Theorien verglichen, um zu zeigen, wie viel „echte“ Physik in der fiktiven Welt steckt und welche Technologien theoretisch möglich sein könnten. Der Vortrag richtet sich an sowohl Star Trek-Fans als auch an Interessierte der modernen Physik.
Universität Wien (Vortragende: Univ.-Prof. Dr. Dr. Christiane Spiel)
Trotz formaler Gleichberechtigung bestehen im Bildungssystem weiterhin Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen, geprägt durch Entwicklungsprozesse und gesellschaftliche Geschlechterstereotype. Diese werden von Eltern, Lehrpersonen, Peers und Medien oft unbewusst vermittelt und beeinflussen Erwartungen, Rückmeldungen und Lerngelegenheiten. Dadurch formen sich unterschiedliche Interessen und Selbstkonzepte. Ansätze wie reflektive Koedukation zielen darauf ab, solche Muster abzubauen und gleiche Chancen zu fördern.
Interdisziplinäres Forschungszemtrum ifz (Vortragende: Mag.a Mag.a Dr.in Anita Thaler)
Deutlich wird, dass viele Potenziale im Technikunterricht ungenutzt bleiben, vor allem dort, wo Lebensweltbezug und Interdisziplinarität fehlen. Forschungen zeigen, dass MINT-Fächer oft mit Unsicherheit, fehlender Selbstwirksamkeit und geschlechterbezogenen Barrieren verbunden sind, obwohl gerade diese Faktoren entscheidend dafür sind, ob junge Menschen Technik als realistische Option für ihre Bildungs- und Berufswege wahrnehmen.
akzente Projektmanagement (Vortragende: Dorothea Sauer M.Ed.)
Schon früh prägen familiäre, schulische und gesellschaftliche Erwartungen unterschiedliche Selbstbilder und Zukunftsvorstellungen bei Mädchen und Burschen, was sich in der weiterhin starken Geschlechtersegregation bei MINT-Ausbildungen zeigt. Wichtige Ansatzpunkte sind ein reflektiertes MINT-Mindset, bewusster Sprachgebrauch, frühe Sensibilisierung, gendersensible Unterrichtsgestaltung kombiniert mit gezielten Angeboten für Mädchen sowie eine individualisierte Berufsorientierung unter Einbeziehung des sozialen Umfelds.
Eltern-Kind-Zentrum Gleisdorf (Vortragende: Mag.a Dr.in Simone Scheiner-Posch, M.A)
Frühkindliche Bildung prägt maßgeblich, wie Kinder Geschlecht verstehen und leben. Im Kindergarten entstehen Geschlechterrollen nicht zufällig, sondern durch alltägliche Interaktionen, Sprache und Erwartungen – oft unbewusst. Doing gender erklärt, wie Fachkräfte und Kinder gemeinsam Geschlecht herstellen, obwohl der pädagogische Alltag als geschlechtsneutral gedacht ist.
FH Joanneum (Vortragende: MMMag.a Anna Kanape)
Im Zentrum steht die Förderung von MINT-Begabungen, wobei das MINT-bezogene Selbstkonzept der Schüler/innen entscheidend ist. Einstellungen von Lehrpersonen – auch unbewusste – beeinflussen, ob Potenziale erkannt werden, besonders bei Gruppen wie Mädchen oder Kindern mit Migrationshintergrund. Ziel ist es, diese Kinder gezielt zu unterstützen, damit sie ihre Fähigkeiten entfalten können.